Marketing

Podcast-Hosting im Vergleich: Welcher Hoster passt zu deinem Podcast?

Podcast-Hosting im Vergleich: acht Kriterien, sechs Hoster mit Quellen, Statistik verstehen und der Umzug ohne Hörerverlust.

Co-Founder
18 Min. Lesezeit
Zwei Podcaster sitzen mit Kopfhörern und Mikrofonarmen am Aufnahmetisch und schauen in die Kamera

Kurz gesagt

  • Die Preislogik bestimmt, was dein Podcast mit der Zeit kostet: LetsCast.fm und Captivate staffeln nach Downloads, podcaster.de nach Speicherplatz, Podigee nach Funktionsumfang und Publikum, und Spotify for Creators bietet Hosting laut Herstellerseite kostenlos an.
  • Vier Fragen entscheiden oft mehr als die Preisliste: Wo stehen die Server, wie zählt der Hoster Downloads, wer bekommt Zugang zum Konto und was passiert mit deinem Feed, wenn du kündigst. LetsCast.fm deaktiviert den Feed laut FAQ mit Inkrafttreten der Kündigung.
  • Download, Play und Hörer sind drei verschiedene Zahlen. Apple wertet ab 20 Minuten oder 40 Prozent einer Folge als engagierten Hörer, Spotify zählt einen Play ab 30 Sekunden, dein Hoster zählt Abrufe der Audiodatei.
  • Ein Umzug kostet keine Hörer, wenn du eine dauerhafte 301-Weiterleitung einrichtest, die Episoden-GUIDs behältst und die Weiterleitung laut Apple mindestens vier Wochen aktiv lässt.

Wer kündigt, bevor die 301-Weiterleitung steht, verliert seinen Feed. LetsCast.fm deaktiviert ihn laut FAQ mit Inkrafttreten der Kündigung. Welcher Hoster passt also zu deinem Podcast, und woran erkennst du das, bevor du bezahlst?

Dein Hoster ist die Adresse, bei der sich Apple Podcasts, Spotify und jede andere Podcast-App melden, um nach neuen Folgen zu fragen. Er speichert deine Audiodateien, erzeugt den RSS-Feed und liefert jede Folge aus, sobald jemand auf Play drückt. Wechselst du später, hängt dein ganzes Publikum daran, ob der Umzug sauber läuft. Die Wahl verdient mehr als einen Blick auf den Monatspreis.

Dieser Podcast-Hosting-Vergleich ist eine Entscheidungshilfe: acht Prüfkriterien, eine Tabelle mit sechs Anbietern, jede Angabe mit Herstellerlink und Abrufdatum, die Rechenwege hinter den Preismodellen und eine Anleitung für den Umzug ohne Hörerverlust. Unsere aktuellen Folgen liegen bei LetsCast.fm, die früheren bei podcaster.de. Zwei Hoster im Alltag zeigen, worauf es beim Vergleich ankommt.

Stand: 11. Oktober 2026. Preise, Limits und Funktionen stammen von den verlinkten Herstellerseiten und wurden am 11. Oktober 2026 abgerufen. Preise ändern sich, lies sie vor einer Buchung beim Anbieter gegen.

Offenlegung: LetsCast.fm hostet unseren Podcast und ist 2026 Partner unseres Festivals. Auch Auphonic, das zwei der verglichenen Hoster einbinden, ist Festival-Partner. In der Tabelle stehen alle Anbieter mit denselben Spalten, alphabetisch sortiert und ohne Rangfolge.

Was ein Podcast-Hoster tut und was nicht

Ein Podcast ist technisch ein RSS-Feed: eine Textdatei mit Titel, Cover, Beschreibung und einem Eintrag je Folge, in dem die Adresse der Audiodatei steht. Podcast-Apps lesen diesen Feed regelmäßig und laden neue Folgen herunter. Der Hoster betreibt den Server dahinter.

Dein Hoster

Das übernimmt er

  • Speichert die Audiodateien und liefert sie an jede App aus.
  • Erzeugt und pflegt den RSS-Feed mit Titel, Cover und Beschreibungen.
  • Zählt Abrufe und zeigt sie als Statistik.
  • Bietet je nach Anbieter Webseite, Web-Player, geschützte Feeds und Werbeeinbindung.
Du

Das bleibt bei dir

  • Inhalt, Cover, Beschreibung, Musikrechte und Impressum.
  • Das Einreichen des Feeds bei Apple Podcasts und Spotify, jeweils mit eigenem Konto.
  • Reichweite: Der Hoster bringt Folgen in die Apps, aber keine Hörer in die Folgen.
Zwei Frauen sitzen an einem orangefarbenen Tisch und sprechen in Mikrofone an Galgenarmen, hinter ihnen hängt das schwarze Banner von Die Podfluencer
Live-Aufnahme beim Festival 2025 in München. Sobald die fertige Datei beim Hoster liegt, liefert er die Folge an jede App aus.

Apple Podcasts und Spotify gehören nicht deinem Hoster. Sie sind Verzeichnisse, die deinen Feed einlesen, und du legst dort eigene Konten an. LetsCast.fm nennt in seiner FAQ dafür eine eigene Apple-ID und einen eigenen Spotify-Account, damit Podcast und Daten in deiner Hand bleiben.

Acht Kriterien mit Prüffrage und Warnsignal

Vergleichsseiten sortieren meist nach Preis und Funktionsliste. Entscheidend sind acht andere Kriterien. Jedes hat eine Prüffrage, die du dem Anbieter vor der Buchung stellen kannst, und ein Warnsignal.

Kriterium Prüffrage So prüfst du es Warnsignal
1. Preislogik Wonach wird abgerechnet: Downloads, Speicherplatz, Funktionen oder Publikumsgröße? Setze deine eigenen Werte ein: Downloads der letzten 30 Tage und Minuten Audio pro Monat. Eine Grenze, hinter der dein Podcast offline geht.
2. Statistik-Qualität Wie zählt der Hoster einen Download und werden Bots herausgefiltert? Suche in der Hilfe nach IAB-Richtlinie, Bot-Filter und Aktualisierungsintervall. Keine Definition, was als Download zählt.
3. Serverstandort und Datenschutz Wo liegen Server und Statistikdaten, und gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)? AVV im Konto oder als Muster anfordern, Datenschutzhinweis zum Player lesen. Keine Angabe zum Standort, kein AVV auf Anfrage.
4. Verteilung Reicht der Hoster Apple Podcasts, Spotify und YouTube für dich ein, oder legst du jeden Eintrag selbst an? Einreichweg je Plattform in der Hilfe nachlesen, Spotify-Passthrough erfragen. Export oder Import gibt es erst in höheren Plänen.
5. Webseite und Player Gibt es eine Podcast-Seite, einen einbettbaren Player und eine eigene Domain? Player auf dem Handy testen, in der Datenschutzhilfe nach Cookies suchen. Der Player setzt Cookies, die deine Einwilligungsabfrage nicht abdeckt.
6. Team Wer darf hochladen, wer die Statistik sehen, wie viele Zugänge sind inklusive? Zahl der Zugänge und Rechtestufen in der Paketübersicht. Ein gemeinsames Passwort für alle.
7. Monetarisierung Gibt es dynamische Werbeeinbindung, Abos oder Spenden, und zu welchen Bedingungen? Bedingungen im Kleingedruckten lesen, Verfügbarkeit nach Land prüfen. Verdienstversprechen ohne Bedingungen.
8. Export und Umzug Wie kommst du wieder heraus: Importer, Weiterleitung, Frist nach Kündigung? Vor dem Kauf fragen, wie lange der Feed nach einer Kündigung erreichbar bleibt. Keine Auskunft zur Weiterleitung.

Kriterium 8 fällt oft erst auf, wenn ein Wechsel ansteht. LetsCast.fm schreibt in seiner FAQ, dass mit der Kündigung der RSS-Feed und die Podcast-Webseite deaktiviert werden und Spotify und Apple Podcasts den Podcast danach entfernen, weil jeder Abruf Kosten verursacht. Für dich heißt das: erst Weiterleitung einrichten und prüfen, dann kündigen.

Podcast-Hosting Vergleich: sechs Hoster, jede Angabe mit Quelle

Die Tabellen zeigen sechs Anbieter in alphabetischer Reihenfolge. Jede Zelle stammt von der Herstellerseite, Abrufdatum ist der 11. Oktober 2026. Wo die gelesenen Seiten etwas nicht nennen, steht „nicht genannt“, und du solltest beim Anbieter nachfragen. Preise gelten für Deutschland, soweit die Seite nichts anderes sagt. Buzzsprout, Libsyn und Podbean fehlen hier bewusst: Der Schwerpunkt liegt auf Hostern mit Serverangaben in Deutschland oder der EU (LetsCast.fm, podcaster.de, Podigee), dazu kommen mit Captivate, Riverside und Spotify for Creators drei internationale Dienste. Die acht Kriterien lassen sich auf jeden weiteren Hoster anwenden.

Preise, Preislogik und Testphase

Anbieter Preislogik Einstieg laut Herstellerseite Testphase Gut zu wissen
Captivate Downloads pro Monat, unbegrenzt viele Podcasts und unbegrenzter Speicher. Personal 17 Euro im Monat bei Jahreszahlung, bis 30.000 Downloads. Professional 44 Euro bis 150.000. Business 90 Euro bis 300.000. 30 Tage, voller Funktionsumfang. Die Preisseite zeigt 17 Euro, in US-Dollar sind es 19.
LetsCast.fm Downloads pro Monat. Alle Features in jedem Paket, keine Grenze bei Speicher oder Minuten. Starter 9 Euro im Monat bis 5.000 Downloads, Hobby 19 Euro bis 25.000, Professional 49 Euro bis 100.000. Jahreszahlung Starter 89 Euro. Preise für Unternehmen zuzüglich MwSt. 14 Tage, voller Funktionsumfang. Bei Überschreitung bleibt der Podcast erreichbar, der Hoster meldet sich für ein Upgrade. Starter in Deutschland laut Preisseite 10,71 Euro inklusive MwSt.
podcaster.de Speicherplatz pro Monat. Downloads, Podcasts und Episoden sind unbegrenzt. Podcaster 5 Euro mit 250 MB (ca. 5 Stunden Audio), Profi 10 Euro mit 500 MB (ca. 10 Stunden), Maxi 20 Euro mit 2 GB (ca. 40 Stunden), Corporate 100 Euro mit 10 GB (ca. 200 Stunden). 30 Tage, keine Kreditkarte, voller Funktionsumfang. Neuer Speicher alle 30 Tage, Unverbrauchtes verfällt. Zusatzspeicher 1 Euro je 50 MB. Keine Angabe zur MwSt.
Podigee Funktionsumfang und Publikum: Pläne nach „Audience (30 Tage)“, Video, Zahl der Shows und Nutzer. Audio-Speicher unbegrenzt. Launch 0 Euro. Starter 19 Euro im Monat (210 Euro im Jahr), Grow 29 Euro, Scale 39 Euro, Creator 59 Euro. Preise zuzüglich MwSt. Launch ist dauerhaft kostenlos, ohne Kreditkarte. Launch: 1 Podcast mit 60 Minuten Audio. Plattform-Export und Import ab Starter.
Riverside Studio-Abo: Hosting ist in allen bezahlten Plänen enthalten. Pro 24 US-Dollar im Monat bei Jahreszahlung, 29 US-Dollar bei monatlicher Zahlung. Business auf Anfrage. Start kostenlos, Hosting aber nur in bezahlten Plänen. Hosting für beliebig viele Shows laut Seite im Business-Plan.
Spotify for Creators Kostenlos laut Herstellerseite, unbegrenztes Hosting. 0 Euro. Nicht nötig. Monetarisierung über das Spotify Partner Program, laut Seite in ausgewählten Märkten.

Quellen, abgerufen am 11. Oktober 2026: Captivate Preise, LetsCast.fm Preise und FAQ, podcaster.de Pakete, Podigee Preise, Riverside Hosting, Spotify for Creators Podcast.

Statistik, Player, Umzug, Datenschutz und Team

Anbieter Statistik Webseite und Player Import und Umzug Standort und Datenschutz Team
Captivate IAB-zertifizierte Analytics laut Herstellerseite. Captivate Player und Captivate Sites. Import-Tool für den Umzug von anderen Hostern. Auf den gelesenen Seiten nicht genannt. Team Access und Netzwerk-Funktionen. Business laut Seite für Netzwerke und Agenturen.
LetsCast.fm Downloads gesamt, pro Folge, nach App und Gerät, 7-Tage-Trend, Bot-Filter. Zählung laut Preisseite nach IAB 2.1. Spotify-Passthrough. Podcast-Webseite, auch mit eigener Domain, und Podlove Web Player ohne Cookies. Kostenloser Import mit einem Klick. Deutsches Unternehmen. Laut FAQ liegen die Player-Daten auf Servern in Deutschland. Auf den gelesenen Seiten nicht beschrieben.
podcaster.de Tagesgenaue Daten zu Hörern, Downloads und Abonnenten, CSV-Export. Spotify und YouTube laut Hilfe nicht enthalten. Web-Player, grafischer Feed, WordPress-Blog und eigene Domain, je nach Paket. Import von Audiodateien und Metadaten. Die Weiterleitung richtest du beim alten Hoster ein. Laut Seite DSGVO-konform mit Servern in Deutschland, AV-Vertrag online abschließbar. Mitarbeiter: Profi 1, Maxi bis zu 3, Corporate bis zu 10. Teams mit Rechten im Corporate-Paket.
Podigee IAB-zertifiziert laut Podigee. Zählt nur vollständige Downloads. CSV, PDF-Wochenbericht, API. Historie je Plan 7 Tage bis unbegrenzt. Einbettbarer Web-Player und Podcast-Website mit Blog. Eigenes Branding im Creator-Plan. Import ab Starter, danach 301-Weiterleitung beim alten Hoster. Server in Deutschland und weiteren EU-Ländern. AVV nach Art. 28 DSGVO im Konto. Starter und Grow 1 Nutzer, Scale 3, Creator 5.
Riverside Streams gesamt, letzte 24 Stunden und 7 Tage, Top-Länder, Top-Episoden, Top-Apps. Auf der Hosting-Seite nicht genannt. Auf der Hosting-Seite nicht genannt. Nicht genannt. Team-Zusammenarbeit im Business-Plan.
Spotify for Creators Plays ab 30 Sekunden auf Spotify. Downloads und Gesamt-Audience nur bei Hosting bei Spotify. Show-Seite auf Spotify anpassbar. Import per RSS-Feed mit Feed-Weiterleitung. Der Weg heraus ist per 301 dokumentiert. Auf den gelesenen Seiten nicht genannt. Teammitglieder einladen, mit Zugriffsstufen.

Quellen, abgerufen am 11. Oktober 2026: Captivate, LetsCast.fm Features, FAQ, podcaster.de Pakete, Hilfe Statistiken, Host wechseln, Podigee Hosting, Podigee Analytics, Riverside, Spotify Switch, Analytics-Glossar, 301-Weiterleitung.

Preislogik in drei Rechenbeispielen

Dieselbe Show kostet je nach Modell unterschiedlich viel. Die Beispiele sind eigene Rechnungen mit den Werten der Herstellerseiten, keine Messwerte.

Beispiel Speichermodell (podcaster.de) Downloadmodell (LetsCast.fm, Captivate) Was du daraus ziehst
Wöchentlich 45 Minuten, rund 3 Stunden neues Audio im Monat 3 Stunden passen laut Paketseite in 250 MB (ca. 5 Stunden): Paket Podcaster, 5 Euro. Starter bei LetsCast.fm: 9 Euro bis 5.000 Downloads. Captivate Personal: 17 Euro bis 30.000. Beide Modelle reichen. Vergleiche den Funktionsumfang.
Täglich 30 Minuten, rund 15 Stunden neues Audio im Monat 15 Stunden überschreiten die ca. 10 Stunden von Profi (10 Euro). Mit 250 MB Zusatzspeicher (5 Euro) sind es 15 Euro, Maxi kostet 20 Euro. Die Länge spielt keine Rolle, entscheidend sind die Downloads. Viel Audio verteuert das Speichermodell, viele Downloads das Downloadmodell.
Wächst auf 30.000 Downloads im Monat Downloads sind laut Paketseite unbegrenzt, der Preis folgt dem Speicher. LetsCast.fm Hobby endet bei 25.000, dann Professional mit 49 Euro. Captivate Personal reicht bis 30.000. Wachstum rückt dich in die nächste Stufe.

Wer Folgen automatisch nachbearbeitet, achtet auf Anbindungen: podcaster.de ruft ab dem Paket Profi beim Upload Auphonic auf, LetsCast.fm übernimmt fertige Auphonic-Produktionen direkt. Das spart einen Download und einen Upload.

Empfehlung nach Situation: Einstieg, Wachstum, mehrere Shows, Unternehmen

Ein Beispiel aus unserem Feed

Unsere aktuellen Folgen liegen bei LetsCast.fm, die früheren bei podcaster.de, also gibt es zwei Dashboards mit zwei Zählweisen. Laut Hilfe von podcaster.de fließen Spotify-Abrufe nicht in deren Statistik ein, weil Spotify die Audiodateien auf eigene Server kopiert. LetsCast.fm ist dagegen laut FAQ für das Spotify-Passthrough freigeschaltet und zeigt Spotify-Downloads. Wer beide Zahlen einfach addiert, vergleicht deshalb Unterschiedliches. Alle Folgen findest du im Podcast-Archiv.

Gut gefüllte Stuhlreihen in einem hellen Raum, das Publikum blickt nach vorn, Festival 2025 in München
Voller Saal beim Festival 2025 in München. Auch Live-Folgen von der Bühne gehören zu den Episoden unseres Podcasts.

Wenn du bei uns im Community-Podcast mitmachst, brauchst du dafür keinen eigenen Hoster. Du lädst die Audiodatei (MP3, WAV, M4A und weitere Formate, bis 200 MB) auf unserer Website hoch, unser Team prüft sie und veröffentlicht sie auf den gängigen Podcast-Plattformen. Laut FAQ darfst du die Folge frühestens sieben Tage nach unserer Veröffentlichung selbst veröffentlichen. So testest du den Ablauf, ohne einen Tarif zu buchen. Alle Schritte stehen unter Mitmachen und in den häufigen Fragen.

Welche Situation ist deine?

Situation 1

Einstieg

Starte mit wenig Risiko: Spotify for Creators (laut Herstellerseite kostenlos), Podigee Launch (kostenlos, 1 Podcast, ohne Import) oder ein Starter-Paket mit Testphase. Prüfe vor der ersten Folge, wie der Anbieter beim Kündigen mit dem Feed umgeht.
Situation 2

Wachstum

Hier entscheidet die Preislogik: Downloadbasierte Tarife wachsen mit deinem Erfolg, bei podcaster.de kosten mehr Downloads nichts extra, mehr Audio dagegen schon. Für Werbung bietet LetsCast.fm dynamische Einbindung über meinpodcast.de, podcaster.de über Podcast Pioniere, Podigee ab Scale mit DAI und Paywall.
Situation 3

Mehrere Shows und Netzwerk

LetsCast.fm, Captivate und podcaster.de erlauben unbegrenzt viele Podcasts, Podigee staffelt sie mit 1, 2, 3 und 5 Shows und 1, 1, 3 und 5 Nutzern. Captivate empfiehlt Business für Netzwerke und Agenturen.
Situation 4

Unternehmen

Hier zählen AVV und Serverstandort vor den Funktionen: Podigee nennt Server in Deutschland und der EU, podcaster.de Server in Deutschland, beide mit AVV. Interne Feeds mit Passwort gibt es bei Podigee ab Scale, bei podcaster.de ab Maxi und bei LetsCast.fm als Private Podcasts.

Die Karten nennen Eigenschaften laut Herstellerseiten, keine Reihenfolge. Welches Paket passt, entscheiden deine Downloads, deine Folgenlänge und die Frage nach Werbung.

Statistiken verstehen: Downloads, Plattformen, Spotify-Passthrough

Ein Podcast hat mehrere Zählstellen, und jede zählt etwas anderes. Die Tabelle zeigt, was die Hilfeseiten von Hoster, Apple und Spotify unter ihren Begriffen verstehen.

Quelle Was gezählt wird Schwelle und Besonderheit Wo du es siehst
Hoster-Download Abruf der Audiodatei vom Server des Hosters. Podigee zählt nur vollständige Downloads, LetsCast.fm bietet einen Bot-Filter. Ein Download belegt, dass eine Datei geliefert wurde, nicht dass jemand zugehört hat. Dashboard des Hosters
Apple Podcasts Analytics Listeners (mehr als 0 Sekunden), Engaged Listeners (mindestens 20 Minuten oder 40 Prozent einer Folge), Plays. Zahlen erscheinen erst ab fünf eindeutigen Hörern. Standardzeitraum 60 Tage. Für Analytics Dritter leistet Apple keinen Support. Apple Podcasts Connect
Spotify for Creators Plays (mindestens 30 Sekunden auf Spotify), Audience, Follower, Abschlussrate (mindestens 95 Prozent in den ersten 7 Tagen). Downloads und Audience über alle Plattformen sieht nur, wer bei Spotify hostet. Spotify for Creators
Spotify-Downloads beim Hoster Spotify ruft die Datei direkt beim Hoster ab, der Hoster zählt mit (Passthrough). Nur bei Hostern, die Spotify dafür freigeschaltet hat. Laut FAQ trifft das auf LetsCast.fm zu. Dashboard des Hosters
Besucher stehen im Foyer des Festivals zusammen und unterhalten sich, links hängt die schwarze Fotowand von Die Podfluencer
Foyer beim Festival 2025. Im Gespräch erfährst du, wer zuhört. In der Statistik zählt jede Quelle etwas anderes.

Wie die Messung funktioniert

Die Messung von Downloads beruht auf Server-Logs. Der IAB Tech Lab beschreibt in den Podcast Measurement Technical Guidelines, wie Downloads, Audience und Werbeauslieferung gezählt werden. Die aktuelle Version 2.3 stammt vom September 2026, Version 2.2 vom Mai 2024, Version 2.1 vom Februar 2021. LetsCast.fm nennt auf seiner Preisseite die Version 2.1, Podigee und Captivate werben mit IAB-Zertifizierung. Wer Werbung vermarkten will, fragt jeden Anbieter nach der Version.

Drei Regeln für den Alltag

  1. Vergleiche Folgen über gleiche Zeiträume. Podigee zeigt den Episodenvergleich über 7, 14, 30 oder 90 Tage ab Veröffentlichung, LetsCast.fm einen Trend über 3, 7, 14 und 30 Tage.
  2. Lies Trends statt Einzelwerte. LetsCast.fm zeigt bewusst keine Follower, weil Hörerzahlen bei einem offenen Medium Näherungswerte sind.
  3. Addiere keine Zahlen verschiedener Quellen. Download, Play und Listener sind verschiedene Dinge. Setze sie nebeneinander.

Wie du aus den Zahlen neue Hörer machst, steht im Beitrag Promotion für deinen Podcast.

Der Umzug: Feed wechseln, ohne Hörer zu verlieren

Ein Hosterwechsel ändert nur die Adresse deines Feeds. Deine Hörer bleiben dir, solange alte und neue Adresse verbunden sind und die Episoden-GUIDs gleich bleiben. Die GUID ist die unveränderliche Kennung jeder Folge. Ändert sie sich, zeigen Apps dieselbe Folge doppelt an, und laut Apple können die Analytics verfälscht werden. Apple beschreibt den Ablauf unter So wechselst du den Hoster und RSS-Feed-Adresse ändern.

  1. 1Alten Feed prüfenFeed-Adresse kopieren, Zahl der Folgen notieren. GUIDs zeigen die wenigsten Dashboards an, nutze einen RSS-Viewer oder die Befehle unten.
  2. 2Neuen Account anlegen und importierenFeed-Adresse in den Importer eintragen. Podigee, LetsCast.fm, podcaster.de und Spotify übernehmen Folgen, Audio und Metadaten.
  3. 3Neuen Feed vergleichenTitel, Beschreibung, Cover, Staffel- und Folgennummern, Audio und GUIDs wie beim alten Feed. Validiere ihn bei Apple.
  4. 4Weiterleitung einrichtenBeim alten Hoster eine dauerhafte 301-Weiterleitung auf den neuen Feed setzen. Follower bei Apple und anderen Apps ziehen laut Apple automatisch mit um.
  5. 5Verzeichnisse informierenBei Spotify unter Einstellungen die neue RSS-Adresse und den Hoster eintragen. Bei Apple genügt die Weiterleitung, wenn dein Hoster sie übernimmt.
  6. 6Mindestens vier Wochen beobachtenApple nennt mindestens vier Wochen für Weiterleitung und das Tag itunes:new-feed-url. Spotify nennt bis zu sieben Tage, bis eine Weiterleitung weg von Spotify for Creators abgeschlossen ist. Prüfe Doppelfolgen und Abrufzahlen.
  7. 7Alten Account zuletzt kündigenFrag vorher, wie lange die Weiterleitung nach der Kündigung hält. Podigee rät, den alten Hoster aktiv zu lassen, bis Apps ihr folgen.

Zwei Prüfungen für das Terminal: Die erste zeigt, ob der alte Feed mit 301 weiterleitet, die zweite vergleicht die GUIDs beider Feeds.

# Weiterleitung prüfen: erwartet wird HTTP 301, danach HTTP 200 mit der neuen Adresse
curl -sIL "https://alter-hoster.example/feed.xml" | grep -i -E "^(HTTP|location)"

# GUIDs beider Feeds sortiert speichern und vergleichen, es darf kein Unterschied erscheinen
G='print "$1\n" while /<guid[^>]*>\s*(?:<!\[CDATA\[)?(.*?)(?:\]\]>)?\s*<\/guid>/gs'
curl -s "https://alter-hoster.example/feed.xml" | perl -0777 -ne "$G" | sort > alt.txt
curl -s "https://neuer-hoster.example/feed.xml" | perl -0777 -ne "$G" | sort > neu.txt
diff alt.txt neu.txt

Die Adressen sind Platzhalter. Der GUID-Vergleich ist eine eigene Prüfhilfe, keine Funktion eines Hosters. Eine Abweichung ist ein Warnsignal: Schau dir die betroffenen Folgen im Feed an.

Zwei Sonderfälle

Du hast keinen Zugang mehr zum alten Feed. Dann kannst du bei Apple in Apple Podcasts Connect unter „Edit“ neben der RSS-Feed-URL die neue Adresse eintragen. Das migriert die Follower bei Apple Podcasts. Bei Spotify trägst du die neue Adresse unter Einstellungen ein, ohne Zugang zum Konto hilft laut Spotify-Hilfe der Support.

Dein Feed liegt auf eigener Domain. podcaster.de nennt die eigene Domain für Podcast-Feed und Blog. Hängt dein Feed an deiner Domain, steuerst du die Weiterleitung selbst und bist beim nächsten Wechsel nicht auf den alten Hoster angewiesen. Prüfe, ob die Domain bei deinem Anbieter den Feed oder nur die Webseite betrifft.

Vor dem Umzug

  • Feed-Adresse, Folgenzahl und GUIDs gesichert
  • Zugang zu Apple Podcasts Connect und Spotify for Creators geprüft
  • E-Mail-Adresse im Feed erreichbar
Beim Umzug

  • Folgenzahl nach dem Import verglichen
  • 301 gesetzt und mit curl getestet
  • Neue Adresse bei Spotify eingetragen
Danach

  • Vier Wochen Weiterleitung aktiv
  • Keine Doppelfolgen bei Apple und Spotify
  • Alten Account erst nach Auskunft zur Frist gekündigt

Spotify for Creators und Apple Podcasts Connect: was du zusätzlich einrichtest

Dein Hoster liefert den Feed. Die Verzeichnisse bindest du einmal selbst an, danach holen sie neue Folgen automatisch ab.

Apple Podcasts

Apple Podcasts Connect

  1. Mit Apple-ID bei Apple Podcasts Connect anmelden.
  2. Über Add (+) „New Show“ und „Add a show with an RSS feed“ wählen, Feed-Adresse eintragen.
  3. Apple prüft den Feed technisch auf Pflicht-Tags, Cover und Audiodateien, Meldungen erklärt Apple.
  4. Unter Availability Länder, Show Release und Show Claiming einstellen, dann veröffentlichen, Ablauf bei Apple.

Danach zeigt Analytics Listeners, Engaged Listeners und Plays.

Spotify

Spotify for Creators

  1. Auf creators.spotify.com mit einem Spotify-Account anmelden, ein kostenloser reicht laut LetsCast.fm.
  2. „Find an existing show“ und „Somewhere else“ wählen, Feed-Adresse eintragen, wie in der Spotify-Hilfe beschrieben.
  3. Spotify schickt einen achtstelligen Code an die Adresse im Feld itunes:email deines Feeds. Sie muss erreichbar und darf nicht maskiert sein, Tipps bei Problemen.
  4. Bei Hostern mit Passthrough wählst du ihn aus der Hosterliste, damit Spotify-Downloads in dessen Statistik landen.

YouTube nimmt Feeds ebenfalls an und erzeugt laut YouTube-Hilfe aus Cover und Audio ein Video je Folge, das RSS-Tool gibt es nur in ausgewählten Ländern.

Selbst hosten: wann es sinnvoll ist und wann nicht

Selbst hosten heißt: eigener Server, ein Plugin oder Skript für den Feed und eigene Auslieferung der Dateien. LetsCast.fm nennt in seiner FAQ die Stolpersteine: sichere Übertragung, ein dauerhaft erreichbarer Feed und ein Server, der Belastungsspitzen aushält. Eine Überschlagsrechnung zeigt die Größenordnung.

57,6 MB
Dateigröße pro Stunde Audio bei 128 kbit/s (128.000 Bit pro Sekunde geteilt durch 8, mal 3.600 Sekunden)
43 MB
Eine Folge von 45 Minuten bei 128 kbit/s
216 GB
Auslieferung im Monat bei 5.000 Downloads dieser Folge

Das sind eigene Rechnungen mit gerundeten Werten, ohne Kapitelbilder und Feed-Abrufe. Bei 25.000 Downloads sind es rund 1,1 Terabyte, dazu kommen Lastspitzen nach einer neuen Folge. Prüfe, ob dein Server-Tarif Traffic begrenzt oder pauschal abdeckt.

Selbst hosten lohnt sich, wenn du die Technik beherrschst, die Daten bei dir behalten willst, ein kleines Publikum erreichst oder nur intern veröffentlichst. Es lohnt sich meist nicht, wenn du Statistiken nach IAB-Richtlinie, Spotify-Passthrough, Support und Importer brauchst oder dir die Zeit für Wartung fehlt. Fällt dein Server aus, sind deine Folgen für alle Apps nicht abrufbar.

Häufige Fragen

Welcher Podcast-Hoster ist der beste?

Eine Rangliste können wir nicht begründen. Die Antwort hängt von Preislogik, Wachstum, Zugängen und Standortbedarf ab. Setze die acht Kriterien mit deinen Zahlen ein und teste die verbleibenden Kandidaten in der Testphase.

Was kostet Podcast-Hosting mindestens?

Spotify for Creators bietet Hosting laut Herstellerseite kostenlos an, Podigee Launch ist dauerhaft kostenlos mit Einschränkungen. Bezahlt beginnt es laut Paketseite bei 5 Euro im Monat (podcaster.de) und 9 Euro zuzüglich MwSt (LetsCast.fm Starter).

Kann ich den Hoster wechseln, ohne Hörer zu verlieren?

Ja. Du importierst den Feed beim neuen Hoster, richtest beim alten eine dauerhafte 301-Weiterleitung ein und behältst die GUIDs. Apple nennt mindestens vier Wochen. Kündige den alten Account erst danach und kläre vorher, wie lange der Feed nach einer Kündigung erreichbar bleibt.

Sind Hoster-Zahlen und die Zahlen von Apple und Spotify vergleichbar?

Nein, jede Quelle zählt etwas anderes: Der Hoster zählt Abrufe der Datei, Apple Hörer ab der ersten Sekunde und engagierte Hörer ab 20 Minuten oder 40 Prozent, Spotify Plays ab 30 Sekunden. Setze die Zahlen nebeneinander und rechne sie nicht zusammen.

Woher weiß ich, wo mein Hoster seine Server hat?

Lies Hilfe und Datenschutzhinweise und frag nach dem AVV. Podigee nennt Server in Deutschland und weiteren EU-Ländern, podcaster.de Server in Deutschland, LetsCast.fm gibt für die Player-Daten Server in Deutschland an. Bei den übrigen Anbietern fehlt die Angabe auf den gelesenen Seiten.

Weiterlesen