Kurz gesagt
- Promotion hat drei Hebel: Auffindbarkeit (Titel, Kapitel, Verzeichnisse), Empfehlung (Crosspromotion, Gastauftritte) und Ausschnitte (Clips, Newsletter). Welcher zuerst dran ist, hängt von deiner Ausgangslage ab.
- Crosspromotion läuft über ein festes Format (Shoutout, Feed-Swap oder gemeinsame Folge) und eine Anfrage in vier Sätzen. Die Vorlage steht unten.
- Der Plan: Woche 1 auffindbar machen, Woche 2 anfragen, Woche 3 Clips und Newsletter, Woche 4 messen und zwei Wege behalten.
- Vier Werte zählen: Abrufe pro Folge in den ersten sieben Tagen, das Verhältnis von Ansicht zu Wiedergabe, Follower und der Rücklauf auf deine Anfragen.
Neue Hörer finden deinen Podcast über die Suche in den Apps, über Empfehlungen anderer Shows und über kurze Ausschnitte im Feed. Hier liegen alle drei Wege in einem Plan für vier Wochen, mit Vorlagen zum Kopieren.
Wir betreiben seit 2022 einen Community-Podcast, in dem sich unabhängige Shows aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gegenseitig vorstellen. Bis Oktober 2026 sind dort 287 Folgen im Podcast-Archiv erschienen. Die Beispiele stammen aus diesem Feed, die Plattformangaben von Apple, Spotify und LetsCast.fm. Offenlegung: LetsCast.fm hostet unseren Podcast. LetsCast.fm und Podmon sind 2026 Partner unseres Festivals.
Stand: 11. Oktober 2026. Angaben der Plattformen und Hersteller abgerufen am 11.10.2026.
Ausgangslage klären: Ziel, Zielgruppe, woher deine Hörer heute kommen
Drei Antworten entscheiden, welche Teile des Plans für dich zählen. Sie kosten eine Stunde.
Dein Ziel in einem Satz
Mehr Hörer insgesamt, mehr Hörer, die dranbleiben, oder mehr Sichtbarkeit für ein Angebot hinter dem Podcast sind drei verschiedene Ziele. Wähle eines und schreib es mit Datum in vier Wochen auf.
Deine Zielgruppe in einem Satz
Nutze diese Formel: „Mein Podcast ist für [wen], die [was sie bewegt]. Jede Folge bringt [was sie bekommen].“ Ein Beispiel zur Illustration, keine echte Show: „Mein Podcast ist für Menschen mit Balkon, die ohne Garten ernten wollen. Jede Folge bringt eine Pflanze und einen Handgriff für die Woche.“ Versteht jemand den Satz beim ersten Hören, gehört er in Beschreibung, Profil und jede Anfrage weiter unten.
Woher deine Hörer heute kommen
Schreib vier Werte aus deiner Hoster-Statistik und den Plattformen auf: Abrufe der letzten fünf Folgen, Verteilung nach App, bei Spotify Impressions und Plays, Follower. LetsCast.fm zeigt laut LetsCast.fm-FAQ Downloads pro Folge und nach App, einen 7-Tage-Trend und einen Bot-Filter und erfasst über das Spotify-Passthrough auch Spotify-Downloads. Follower fehlen dort, weil Podcasts ein offenes Medium sind. Du findest sie bei Spotify for Creators, Hörertrends bei Apple Podcasts for Creators.
Spotify definiert Impressions als die Zahl der Male, die deine Show Nutzern auf einer Entdeckungsfläche gezeigt wurde, und die Conversion als Anteil der Impressions, die zu Plays führen. Viele Impressions bei wenigen Plays heißen: Menschen sehen deine Show und klicken nicht. Dann kommen Titel und Cover zuerst dran. Wenige Impressions heißen: Die Show wird zu selten gezeigt. Dann helfen Empfehlungen.
| Ausgangslage | Typisches Zeichen in den Zahlen | Schwerpunkt im Plan |
|---|---|---|
| Start mit wenigen Folgen | Abrufe kommen fast nur aus dem Bekanntenkreis | Woche 1 gründlich, in Woche 2 Shows deiner Größe anfragen |
| Es läuft zäh | Abrufe flach, wenige Impressions | Woche 2 und 3: Crosspromotion, Gastauftritte, Clips |
| Hörer ja, Verbindung nein | Abrufe stabil, kaum Follower, keine Liste | Woche 3: Newsletter, Einstiegsfolgen, Aufruf zum Folgen |
Auffindbarkeit: Titel, Beschreibung, Kapitelmarken, Verzeichnisse
Die Suche läuft weiter, wenn sie einmal sitzt. Apple nennt in der Hilfe zur Suche drei Ranking-Faktoren: Metadaten (Show-Name, Kanal-Name, Episodentitel), Popularität (Follower und Wiedergaben) und Nutzerverhalten, etwa Folgen, die aus den Suchergebnissen gestartet oder gefolgt werden. Die Beschreibung steht in dieser Aufzählung nicht. Der Titel trägt also die Last.
- Das Wichtigste nach vorn. Thema oder Gast an den Anfang des Titels. Apple rät zu spezifischen, einmaligen Titeln ohne Emojis und ohne wiederholte Episodentitel.
- Keine Folgennummer im Titel. Staffel und Folge gehören in die Metadatenfelder deines Hosters, Apple zeigt sie selbst an.
- Telefon-Test für den Namen. Sag ihn am Telefon. Kann dein Gegenüber ihn aufschreiben? Wenn nicht, hilft ein Zusatz, der sagt, worum es geht.
- Cover in Briefmarkengröße. In Listen erscheint es winzig. Wenige Wörter und ein klares Motiv bleiben lesbar.
Die Beschreibung schreibst du für Menschen: zwei Sätze Versprechen, dann Gäste, Links, Kapitel. Bei unserer Folge 274, die wir unten bei der Crosspromotion vorstellen, steht erst, worum es geht, und am Ende folgen für beide Shows Instagram und Podcast-Seite. In 249 der 287 Beschreibungen unseres Feeds steht ein Instagram-Link zur Show hinter der Folge.
Kapitelmarken bringen Struktur in lange Folgen. Laut Apple gilt: Kapitel für Folgen über zehn Minuten, mindestens drei, das erste bei 00:00:00, empfohlen höchstens sechs pro Stunde und jedes mindestens zwei Minuten lang, Titel bis 45 Zeichen und unter fünf Wörtern. Du trägst sie als Liste mit Zeitstempeln in die Beschreibung ein oder lieferst sie über deinen Hoster per RSS. Beispiel für eine Folge von 45 Minuten:
00:00:00 Einstieg und Gast 00:08:30 Die Ausgangsfrage 00:21:15 Drei Beispiele 00:36:40 Was du mitnimmst
Apple und Spotify reichst du einmal über deinen Hoster ein, danach erscheinen neue Folgen automatisch. Laut LetsCast.fm schaltet Apple neue Shows in wenigen Minuten frei, die Suche braucht bis zu 24 Stunden, neue Folgen erscheinen danach innerhalb einer Stunde. Bei Spotify genügt ein Free-Account. Starte Aktionen erst, wenn die Show in beiden Suchen auftaucht, und beanspruche sie dann bei Apple und Spotify for Creators, um deine Zahlen zu sehen.
Crosspromotion mit System: Shoutout, Feed-Swap, gemeinsame Folge, mit Anfragevorlage
Bei Crosspromotion empfehlen sich Shows gegenseitig an ihr Publikum. Die Empfehlung kommt von einer Stimme, der diese Hörer schon zuhören. Drei Formate reichen vom kleinsten bis zum größten Schritt.
| Format | So läuft es | Aufwand | Wann es passt |
|---|---|---|---|
| Shoutout | Du empfiehlst in deiner Folge eine Show, die du wirklich hörst. 30 Sekunden reichen: Name, Thema, Grund, Link in die Beschreibung. | Sehr gering | Als erster Schritt, auch einseitig möglich |
| Feed-Swap | Ihr tauscht je eine Folge. Show A bringt eine Folge von Show B, B umgekehrt, jeweils mit kurzer Anmoderation und Links. Klärt vorher Musik und Rechte. | Mittel: Absprache, Termin, Anmoderation | Shows ähnlicher Größe mit angrenzendem Thema |
| Gemeinsame Folge | Ein Thema, zwei Perspektiven. Beide Hosts nehmen zusammen auf, die Folge erscheint mit Verlinkung in beiden Feeds. | Hoch: Thema, Aufnahme, Schnitt, zwei Kalender | Wenn ihr euch schon kennt und Clips mitdenkt |
Ein Beispiel aus unserem Feed ist Folge 274 „Dit is Berlin, wa?“: Bully, der Eishockey-Podcast, und So geht Podcast fahren gemeinsam nach Berlin. 26 Minuten lang erzählt jeder, was er gesehen hat und was dem anderen entgangen ist. So lernt das Publikum der einen Show die andere kennen, und die Beschreibung verlinkt beide.
So bleibt ein Tausch fair
- Gleiche Stelle, ähnliche Länge, gleiche Woche: Beide Hinweise stehen am Anfang oder Ende der Folge, dauern ähnlich lang und erscheinen im selben Zeitfenster.
- Vollständige Links: Show-Name, Apple, Spotify, Instagram und Website gehören in die Folgenbeschreibung, nicht nur „Link in Bio“. Die Bio ist der Verweis im Clip auf Instagram oder TikTok, die Beschreibung ist der Ort der vollständigen Links.
- Rückmeldung nach zwei Wochen: Ihr tauscht die Abrufe der Tauschfolge und entscheidet, ob ihr wiederholt.
Die Anfrage in vier Sätzen
Passende Shows sind ähnlich groß, ihr Thema grenzt an deins, und ihre Hörer finden bei dir etwas, das sie dort nicht bekommen. Schick pro Show eine persönliche Anfrage an die Kontaktadresse aus der Beschreibung, keine Massenmail:
Vorlage zum Kopieren: Anfrage für Shoutout, Feed-Swap oder gemeinsame Folge
Hallo [Name], deine Folge [Titel] hat mich bei [konkreter Moment] zum Nachdenken gebracht, weil [eigener Gedanke]. Ich mache [Show], einen Podcast für [wen], die [was sie bewegt]. Jede Folge bringt [was sie bekommen]. Wie wäre ein [Shoutout / Feed-Swap / eine gemeinsame Folge zu [Thema]]? Deine Hörer finden bei mir [Nutzen], meine bei dir [Nutzen]. Wenn das passt, schicke ich dir [Link zu deiner besten Folge] und einen Terminvorschlag für [Woche]. Wenn nicht, ist das völlig in Ordnung. Viele Grüße [Dein Name]
Ein Klick in den Block markiert den ganzen Text. Kopieren, die Platzhalter in eckigen Klammern ersetzen, abschicken. Aufbau der vier Sätze: 1 Bezug auf eine konkrete Folge, 2 du in einem Satz, 3 Vorschlag, 4 nächster Schritt.
Nach einer Woche ohne Antwort genügt ein kurzer Hinweis, danach ist Schluss. Eine Absage heißt: nicht wieder fragen. Bleiben Antworten generell aus, kürze die Anfrage und wähle Shows deiner Größe.
Wie wir das in der Community lösen
Bei uns ist die Mechanik eingebaut. Du meldest dich kostenlos an, wirst innerhalb von 24 Stunden freigeschaltet und wählst im Bereich „Podcast Aufgaben“ eine von bis zu fünf Aufgaben. Für deine Folge hast du vier Wochen, Richtwert sind 20 bis 40 Minuten, gesamt planst du laut FAQ ein bis zwei Stunden ein. Intro, Aufgabenstellung und Outro liefern wir. Wir veröffentlichen die Folge auf Spotify, Apple Podcasts und weiteren Plattformen, deine eigene Veröffentlichung folgt frühestens sieben Tage danach. Alle Schritte stehen unter Mitmachen und in den FAQ, die Idee dahinter in Warum Netzwerken sich lohnt.
Gastauftritte: so wirst du eingeladen
Als Gast sprichst du ein Gespräch lang mit Menschen, die dich noch nicht kennen, und der Host übernimmt die Rolle des Empfehlers. Eingeladen wirst du, wenn drei Dinge zusammenkommen: Du passt zum Publikum, die Anfrage macht ein Ja leicht, und du bist vorbereitet.
Shows, die Gäste suchen, findest du mit der Kandidatensuche im Abschnitt Themen und Nischen mit Daten finden und in der Suche von Apple Podcasts und Spotify: Shows mit Interview-Format erkennst du an Gastnamen im Episodentitel.

- Ein-Satz-Pitch. Nimm die Formel von oben und ergänze das Thema: „Ich spreche über [Thema], damit deine Hörer danach [Ergebnis] können.“ Er ersetzt Satz 3 der Vorlage.
- Kurzes Gast-Profil. Ein Satz zu dir, drei Themen mit je einem Satz, Links zu zwei Folgen, ein Foto. Leg es als Seite oder Datei ab und schick den Link mit.
- Vorbereitung. Hör vorher drei Folgen der Show und frag nach dem Ablauf. Nutze Kopfhörer und einen ruhigen Raum, bei uns sind Handyaufnahmen ausgeschlossen.
- Nach der Folge. Teile sie mit eigenen Worten und einem Clip, bedanke dich öffentlich, verlinke sie im Newsletter. Dann haben beide etwas davon.
Von der Folge zum Clip: Ablauf in sechs Schritten
Ein Link zur Folge verlangt einen Klick, bevor jemand etwas gehört hat. Ein Clip liefert die Hörprobe schon im Feed. Der Ablauf ist bei jeder Folge gleich:
- 1TranskriptLass die Folge transkribieren. Textbasierte Editoren zeigen Audio als Text, laut Herstellerseiten bieten Descript und Riverside einen Free-Plan.
- 2Stelle wählenEin Gedanke, den man ohne Vorwissen versteht: Pointe, steile These oder Überraschung. Als Länge nennt Instagram 15 bis 60 Sekunden für Tutorials und die meisten kreativen Formate, erlaubt sind drei Minuten (laut Social Media Today). Lieber drei kurze starke Clips als ein langer.
- 3UntertitelSetz den Text Wort für Wort ein. Laut TikTok Creator Academy schauen über 30 Prozent der Befragten einer TikTok-Umfrage Videos stumm und lesen mit. Bei reinem Audio nimmst du ein Audiogramm mit Wellenform.
- 4Hochformat9:16, also 1080 × 1920 Pixel. Text nicht ganz unten platzieren, dort blendet die App eigene Bedienelemente ein.
- 5Erste zwei SekundenSteig mit dem Kern ein, die Begrüßung kommt danach. Der erste Satz entscheidet, ob jemand bleibt.
- 6Link in BioKein Link im Bild und keiner im Clip. Sag „ganze Folge: Link in Bio“ und halte den Verweis aktuell. Die vollständigen Links stehen in der Folgenbeschreibung, der Clip verweist nur auf die Bio.
Auch ohne Gesicht geht das: Folge 76 „Tipps für mehr Sichtbarkeit auf Social Media“ aus dem Sozial Berufen Podcast gibt je nach Antwort drei Tipps, auch für introvertierte, schüchterne und kamerascheue Menschen. Untertitel und Wellenform ersetzen das Gesicht. Wer in Riverside aufnimmt, nutzt dort die Clip-Funktionen, wer in Descript schneidet, bearbeitet das Transkript wie ein Dokument. Jedes Videoschnittprogramm schafft den Ablauf von Hand.
Newsletter und eigene Kanäle
Eine Mailingliste gehört dir, die Reichweite auf einer Plattform nicht. Gib Hörern einen konkreten Grund, sich einzutragen: Hintergründe zur Folge, Links, die im Audio zu lang wären, ein Blick vorab. In Deutschland brauchst du die vorherige ausdrückliche Einwilligung der Empfänger (§ 7 UWG) und musst sie nachweisen können (Art. 7 DSGVO). Dafür ist das Double-Opt-in mit Bestätigungsmail üblich. In jede Mail gehört ein Abmeldelink, weil der Widerruf laut Art. 7 DSGVO so einfach sein muss wie die Einwilligung. Die Abmeldung mit einem Klick gilt bei großen Postfach-Anbietern zusätzlich als Versandvoraussetzung: Google verlangt sie seit dem 1. Februar 2024 von Absendern mit mehr als 5.000 Mails pro Tag an Gmail-Adressen. Das ist keine Rechtsberatung. Drei Mails reichen für den Start:
- Willkommensmail, sofort: Danke, die drei besten Folgen für Neue, ein Satz zum Rhythmus.
- Zweite Mail, nach einer Woche: eine Folge mit Hintergrund, den es im Audio nicht gibt.
- Laufend: pro neuer Folge ein kurzer Text mit Link und einer Frage, auf die Hörer antworten können.
Dazu kommt ein Zuhause im Netz. Dein Hoster liefert meist eine Podcast-Seite mit, LetsCast.fm bietet laut Herstellerseite auch eine Webseite mit eigener Domain. Gib jeder Folge dort eine eigene Seite mit Beschreibung und Kapiteln, denn Suchmaschinen finden Text besser als Audio.
Awards und Festivals als Anlass
Ein Award gibt dir einen Grund, über deine Show zu sprechen, auch ohne Sieg: Einreichung, Nominierung, Voting, Verleihung. Die Podfluencer Awards 2026 umfassen neun Kategorien von Community-Voting bis Jury-Entscheidung. Der Newcomer Award richtet sich an unabhängig produzierte Podcasts, die in den letzten zwölf Monaten gestartet sind. Das Core-Team prüft Startdatum und Independent-Status, die Jury entscheidet. Beim Publikumspreis wählt die Community ihren Lieblingspodcast. Die Verleihung ist am Samstag, 24. Oktober 2026 beim Festival.
- Einreichungstext aus deiner Ein-Satz-Formel schreiben
- Nominierung mit Link als Beitrag, Story und im Newsletter teilen
- „Nominiert für den [Award] 2026“ in Profil und Beschreibung aufnehmen
Events machen Crosspromotion persönlich. Das Podfluencer Festival findet am 23. und 24. Oktober 2026 in der Feierwerk Funkstation in München statt: Der Freitag gehört dem Ankommen und Kennenlernen, am Samstag laufen Live-Podcasts, Workshops und die Verleihung. Wie das aussieht, zeigt der Rückblick auf das Festival 2025. Wer jemanden persönlich getroffen hat, schreibt die Anfrage mit einem ersten Satz, der stimmt: dem Gespräch.

- Ein-Satz-Formel laut üben
- Link zur neuesten Folge als QR-Code oder Karte bereithalten
- Nach jedem Gespräch eine Notiz mit Name, Show und Thema machen, innerhalb von zwei Tagen mit der Vorlage nachfassen

Themen und Nischen mit Daten finden
Gute Kandidaten für Crosspromotion und Gastauftritte findest du selten per Zufall. Podmon durchsucht laut Herstellerseite deutschsprachige Podcasts auf Inhaltsebene und zeigt Treffer mit Sprungmarke in die Episode. Dazu kommen Themen-Trends, Wettbewerbsvergleiche und Charts, die Apple und Spotify in einer Ansicht zeigen, filterbar nach Plattform, Land und Kategorie. Es gibt einen 14-tägigen Test ohne Kreditkarte. So gehst du vor:
- Drei Suchbegriffe deiner Nische in die Transkript-Suche geben und notieren, in welchen Shows darüber gesprochen wird. Das sind deine Kandidaten für Gast und Austausch.
- Charts deiner Kategorie ansehen. Shows knapp über deiner Größe sind für Feed-Swaps interessanter als die Spitze.
- Lücken suchen: Themen, die steigen und von wenigen Shows behandelt werden, ergeben Folgenideen und Clips zugleich.
Ohne Werkzeug geht es auch: Such in Apple Podcasts und Spotify nach deinem Hauptbegriff, notiere die ersten zehn Shows und hör je eine Folge. Es dauert länger, liefert aber ähnliche Kandidaten.
Die Kanal-Tabelle: Aufwand, Kosten, Wirkung, Zeit bis zum Effekt
Aufwand, Wirkung und Zeit sind Einordnungen aus unserer Erfahrung mit Community-Folgen, keine Messwerte. Die Fristen der Plattformen stammen von LetsCast.fm.
| Kanal | Aufwand | Kosten | Wirkung | Zeit bis zum Effekt |
|---|---|---|---|---|
| Titel, Beschreibung, Kapitel | Einmal gering, dann Teil jeder Folge | 0 Euro | Dauerhaft, trägt die Suche | Tage bis Wochen |
| Apple und Spotify einrichten | Gering, einmalig | 0 Euro, bei Spotify genügt ein Free-Account | Grundlage jeder Suche | Minuten bis 24 Stunden |
| Shoutout | Sehr gering | 0 Euro | Punktuell, je nach empfohlener Show | Mit Erscheinen der Folge |
| Feed-Swap | Mittel | 0 Euro | Neues Publikum je Tausch, wiederholbar | Wochen |
| Gemeinsame Folge | Hoch | 0 Euro | Folge, Clips und Verlinkung in beide Richtungen | Wochen |
| Gastauftritt | Mittel, mit Vorbereitung | 0 Euro | Direkter Zugang zu fremdem Publikum | Wochen bis Monate |
| Clips | Mittel bis hoch, bei jeder Folge | 0 Euro mit Free-Plänen | Schwer vorhersagbar, einzelne Clips tragen | Tage |
| Newsletter | Mittel im Aufbau | Je nach Versandtool | Wächst langsam, gehört dir | Monate |
| Awards | Gering bis mittel | Je nach Award | Anlass für Beiträge und Newsletter | Nach den Fristen des Awards |
| Festival und Events | Hoch | Ticket und Anreise | Persönliche Kontakte für spätere Anfragen | Tage bis Monate danach |
Messen nach vier Wochen
Notiere zu jeder Aktion Datum und Folge. Vergleiche die Abrufe der sieben Tage danach mit dem Schnitt der vier Folgen vor dem Start. Diese vier Werte zählen:
- Abrufe pro Folge in den ersten sieben Tagen. Dein Hoster zeigt sie, LetsCast.fm mit Folgen-Performance und 7-Tage-Trend.
- Impressions zu Plays. Spotify for Creators zeigt, wie viele Impressions zu Wiedergaben führen.
- Follower. Bei Spotify und Apple ablesbar, beim Hoster nicht. Hörer- und Abozahlen sind laut LetsCast.fm Näherungswerte, weil sich Geräte nicht derselben Person zuordnen lassen.
- Rücklauf auf Anfragen. Zähle selbst: verschickt, beantwortet, zugesagt.
Diese Faustregeln helfen bei der Auswertung:
| Beobachtung | Wahrscheinliche Ursache | Nächster Schritt |
|---|---|---|
| Viele Impressions, wenige Plays | Titel oder Cover überzeugen nicht | Titel und erste Beschreibungssätze testen, Cover in Briefmarkengröße prüfen |
| Wenige Impressions | Die Show wird zu selten gezeigt | Crosspromotion und Gastauftritte ausbauen, Verzeichnisse prüfen |
| Abrufe nur in den ersten Tagen | Neue Folgen erreichen nur Bestandshörer | Clips aus älteren Folgen, Einstiegsfolgen in Newsletter und Link-Seite |
| Plays steigen, Follower nicht | Hörer kommen, bleiben aber nicht | Aufruf zum Folgen am Ende jeder Folge, Willkommensmail |
| Anfragen ohne Antwort | Zu lang, zu früh oder Show zu groß | Auf vier Sätze kürzen, Shows deiner Größe wählen, einmal nachfassen |
Behalte nach den vier Wochen die zwei Wege, die Zahlen bewegt haben, und streiche den Rest.
Der Vier-Wochen-Plan
Hak ab, was erledigt ist. Jede Woche hat höchstens vier Schritte und ein Kriterium, ab dem sie als erledigt gilt. Die Häkchen bleiben nicht gespeichert: Druck die Seite oder fotografiere die Liste, wenn du den Stand behalten willst.
Woche 1: Auffindbar und erklärbar
Fertig, wenn: Die Ausgangszahlen stehen in einer Tabelle.
Woche 2: Empfehlung anschieben
Fertig, wenn: Fünf Anfragen sind raus, ein Termin steht.
Woche 3: Ausschnitte und eigene Liste
Fertig, wenn: Drei Clips sind veröffentlicht, die Anmeldung ist live.
Woche 4: Messen und entscheiden
Fertig, wenn: Du hast zwei Wege für die nächsten Wochen.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis Podcast-Promotion wirkt?
Verzeichnisse reagieren in Minuten bis Stunden, Clips in Tagen, Crosspromotion und Gastauftritte mit dem Erscheinen der Folge, ein Newsletter über Monate. Plane vier Wochen bis zur ersten Auswertung ein und wiederhole den Plan danach mit zwei Wegen.
Was ist der Unterschied zwischen Shoutout und Feed-Swap?
Beim Shoutout empfiehlst du eine Show in deiner Folge, die andere Seite muss nichts tun. Beim Feed-Swap tauschen zwei Shows je eine Folge und bringen sie im eigenen Feed. Das braucht Absprache und Termin, erreicht aber gezielt das Publikum der anderen Show.
Wie finde ich eine passende Show für Crosspromotion?
Such Shows ähnlicher Größe mit angrenzendem Thema. Kandidaten liefern die Suche in Apple Podcasts und Spotify, die Charts deiner Kategorie, ein Werkzeug wie Podmon und unsere Community: Wer bei uns eine Folge macht, lernt andere Shows aus dem Feed kennen.
Was kostet das Mitmachen bei den Podfluencern?
Die Teilnahme für Podcaster ist kostenlos. Alle Schritte stehen unter Mitmachen und in den FAQ.




